Jazzquartett Dimensionality

Remembering Connie Crothers


Andrea Wolper, Ken Filiano, Lou Grassi, Ursel Schlicht + Connie Crothers (1941-2016)

 

TERMINE:

 

Freitag, 27. Oktober 2017:

Jazzquartett Dimensionality beim Jazzfest Kassel, Schauspielhaus, 19:30 h

 

Freitag, 10. November 2017 gegen Mitternacht:

Bigband XYJazz plays 'Dimensionality', Göttinger Jazzfestival, Deutsches Theater, gegen Mitternacht

Zum ersten Mal wird Connie Crothers' Musik für Big Band arrangiert: Der Göttinger Gitarrist Clemens Boehncke,

die Pianistin Ursel Schlicht und der Leiter von XYJazz Detlef Landeck werden gemeinsam einige ihrer Kompositionen

speziell für das Jazzfest Göttingen bearbeiten und mit den special guests Andrea Wolper und Ken Filiano aufführen.

 

Ursel, Lou, Ken + Andrea am 27.10.2017 im Schauspielhaus, Kassel

Jazzquartett Dimensionality:

Andrea Wolper - Gesang (USA)

Ursel Schlicht - Piano  (Kassel)

Ken Filiano - Kontrabass (USA)

Lou Grassi - Schlagzeug + Perkussion (USA)

 

Die vier MusikerInnen kennen sich aus intensiver langjähriger Zusammenarbeit:  Lou Grassi und Ken Filiano haben mit Ursel Schlicht und dem Posaunisten Steve Swell die erste von Schlichts in ihren New Yorker Jahren entstandenen CDs 'Implicate Order' eingespielt.  Andrea Wolper arbeitet mit allen in unterschiedlichen Bands. 

 

Die Inspiration zu diesem Quartett gab die Pianistin Connie Crothers, der diese Konzerte auch gewidmet sind. 

Connie Crothers (1941-2016) war eine Pianistin, deren Improvisationen stark im Spannungsfeld von Avantgarde und Tradition standen. Sie war Jazzstandards in der Tradition Lennie Tristanos ebenso verbunden wie freien Improvisationen. Spontaneität, Emotion und Intensität bildeten für Crothers das Zentrum. Ihr Spiel zeichnete sich aus durch eine intensive Verankerung in der melodiösen Tradition von Lester Young, Roy Eldridge und Charlie Parker sowie der linearen Virtuosität von Lennie Tristano. Diese Impulse erschließen sich manchmal erst bei genauem Hinhören. Sie widmete den ihr wichtigen Musikern jeweils Kompositionen wie z.B. Bird’s Word, Roy’s Joy, Prez Says, Ontology, Carol’s Dream (für Carol Tristano) und Lennie’s Request. Die Melodien sind lang und komplex, Crothers Interpretationen waren geprägt von harmonischen und rhythmischen Raffinessen.

Sie war ein typischer “musician´s musician” – in Musikerkreisen hochgeschätzt, aber international längst nicht so bekannt,

wie es ihr musikalisch gebühren würde. Im August 2016 verstarb sie an Lungenkrebs.  Wolper, Schlicht, Filiano und Grassi unterstützten und begleiteten ihre enge Freundin, Mentorin und Kollegin bis zuletzt und wuchsen über diese intensive Phase musikalisch noch weiter zusammen.  Seither widmete das Quartett ihr mehrere Konzerte in den USA und in Deutschland.

 

Andrea Wolper ist Jazzsängerin, ihre Auswahl von Texten und Songs, darunter ihre eigene Texte, geben ihren Programmen eine präzise inhaltliche Tiefe.  Ihr Repertoire reicht von Jazzstandards und dem American Songbook bis hin zu freien Improvisationen. 

Ken Filiano ist einer der kreativsten und gefragtesten Kontrabassisten der New Yorker Szene. Virtuos und hochmusikalisch interpretiert er mühelos alle Sparten des Jazz, der improvisierten Musik, Tango oder Klezmer und gibt jedem Stück ganz persönliche Nuancen.

Lou Grassi spielt mit der Jazzlegende Sheila Jordan ebenso wie in zahlreichen eigenen Projekten. In New York ist er vor allem in der freien Musik seit Jahrzehnten eine feste Größe. Stilistisch von großer Bandbreite und sehr virtuos spielt er gelegentlich auch gerne Dixieland. Seit seinem ersten Besuch in 1994 ist er schon häufig in Kassel zu Gast gewesen.

 

Connie Crothers; Quartett Dimensionality

Painting by Jeff Schalger, musicWitness® 2008